Glücklicher Punkt gegen den HSV

Wenigstens nicht verloren, irgendwie Glück gehabt, dass war wohl das vorherrschende Gefühl nach dem Nordderby am vergangenen Sonnabend. Ich war natürlich trotzdem total enttäuscht, immerhin war es der Tabellenletzte bei dem Werder da angetreten war und wieder  konnte unsere Mannschaft nicht gewinnen, wieder hat sie auf eine Art und Weise Gegentore bekommen, die mir Angst macht, Werder ist und bleibt mit jetzt 31 Gegentoren die Schießbude der Liga.

Alles wieder beim alten?

Nachdem ich am Sonnabend aus meinem Urlaub zurückgekehrt bin, wo ich die Niederlage gegen Gelsenkirchen wenigstens bei schönem Wetter „genießen“ konnte, bin ich gestern Nachmittag eigentlich recht optimistisch ins Weserstadion gegangen um mir das Heimspiel gegen Die Eintracht aus Frankfurt in meiner geliebten Ostkurve anzusehen. Woher ich den Optimismus genommen habe ist mir allerdings schleierhaft. In meiner Tipprunde hatte ich bis nach dem Spiel Hoffenheim gegen HSV noch null Punkte und da ich auf ein 3:1 für Werder getippt hatte, sprach zumindest tipptechnisch so gar nichts für einen Sieg unserer Lieblingsmannschaft.

Enttäuschung gegen Freiburg

Tja, unsere Mannschaft ist in ihrer neuen Entwicklung dann wohl doch noch nicht soweit wie ich es nach den letzten Spielen vermutet, bzw. erhofft hatte. Das gestrige Heimspiel gegen Freiburg, die verdiente 1:3 Niederlage und vor allem das furchtbare Auftreten unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit haben bei mir für Ernüchterung gesorgt.
Voller Hoffnung und Vorfreude auf den dritten Heimsieg war ich endlich mal wieder am Sonnabend um halb vier ins Stadion gegangen, ein ausverkauftes Haus und eine schöne Choreo konnten meine gute Laune dabei nur noch steigern. Die Freiburger waren bis zu diesem Spieltag auswärts noch ohne Punktgewinn geblieben und wieso sollte sich das ausgerechnet gegen unsere wieder erstarkte Mannschaft ändern?

Niederlage in Leipzig

Werder hat 3:1 bei einem Aufsteiger verloren, also doch wieder alles beim alten? Sicher nicht, denn man kann vom Brauseklub aus Leipzig ja halten was man will, aber sicher ist RB nicht mit einem normalen Aufsteiger zu vergleichen. Ich will mich jetzt nicht auch noch in die in meinen Augen oft etwas eindimensional geführte Diskussion über „Plastikvereine“ auf der einen und sogenannte Traditionsclubs auf der anderen Seite einmischen, so oder so bleibt festzuhalten, dass RB Leipzig einen sehr attraktiven und eben auch erfolgreichen Fußball spielt.

Asche über mein Haupt

Was soll ich Euch sagen, Werder gewinnt das zweite Heimspiel und ich war nicht im Stadion. Aus diversen Gründen hatte ich schon gestern nach dem Aufstehen keine Lust auf einen Stadionbesuch. Das Wetter war nicht so dolle, ich hatte keinen Nerv auf Menschenmassen und zu allem Überfluss war ich mit Blick auf das Spiel alles andere als optimistisch. Getippt hatte ich zwar ein Unentschieden, gerechnet habe ich allerdings mit einer Niederlage gegen die Pillendreher aus Leverkusen.

Trainersuche beendet

Jetzt ist die Katze also aus dem Sack, am Sonntagvormittag verkündete Frank Baumann die Beförderung von Alexander Nouri vom Interims- zum Chefcoach. Die Suche nach einem passenden Nachfolger für Skripnik ist also beendet. Nach dem Unentschieden in Darmstadt scheint die Geschäftsführung zu dem Schluss gekommen zu sein, dass Nouri in der momentanen Situation der passende Trainer für unsere Mannschaft ist.

Der Fußballgott lebt!

Nach dem ordentlichen, aber gegen Ende etwas zu passiven Auftritt gegen Mainz, der mit zwei späten Gegentoren bestraft wurde, hatte ich den Glauben an die Existenz eines gerechten Fußballgottes fast verloren.
Und nun kam mit dem VfL Wolfsburg auch noch ein Möchtegern-Champions-League-Aspirant ins Weserstadion, sodass sich meine Hoffnung auf einen Befreiungsschlag in überschaubaren Grenzen hielt.
So kann man sich täuschen!

Auf geht’s Werder, kämpfen und siegen!

Jetzt muss ich vor dem heutigen Heimspiel gegen Wolfsburg doch noch mal ein paar Zeilen schreiben. Natürlich war ich wie angekündigt am Mittwoch im Weserstadion und habe unsere Lieblingsmannschaft beim Spiel gegen Mainz mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt, am Ende war ich heiser, nass und enttäuscht und Werder stand wieder mit leeren Händen da.

Nouri ersetzt Skripnik

Nun ging es dann auf einmal doch alles sehr schnell, nach der Niederlage in Mönchengladbach, noch im Bus auf der Rückreise nach Bremen entlässt Werder seinen Trainer Viktor Skripnik. Trotz der 8-Spiele-Garantie von Baumann konnte mich diese Nachricht am Sonntag morgen nicht überraschen. Ich habe in den letzten Jahrzehnten viele schlechte Spiele unserer Lieblingsmannschaft gesehen, die erste Halbzeit gegen die Fohlen aus Gladbach war aber wohl der desolateste Auftritt von allen.

Pure Ratlosigkeit

Vor Saisonbeginn dachte ich noch: Hey, was für ein freundliches Auftaktprogramm! Da können wir es den ganzen Nörglern, Grantlern und Schwarzmalern zeigen, die bereits in der Sommerpause eine Trainer- und Führungskräftediskussion entfachen wollten.
Erste Runde DFB-Pokal in Lotte: machbar. Saison-Auftakt in München: wann, wenn nicht zu einem so frühen Zeitpunkt, kann man die Bayern überraschen oder zumindest ein wenig ärgern!? Heimspiel-Debüt gegen Augsburg: mit ordentlicher Leistung und den Fans im Rücken den ersten Dreier der Saison einfahren. Der „Werder-Weg“, mit Leuten zu arbeiten, die eben auch über ein großes grün-weißes Herz verfügen, kann sehr wohl erfolgreich sein!